Israel - Von einem, der über den Jordan ging …

Hotel Yam Tel Aviv - An Atlas Boutique Hotel
Hotel Yam Tel Aviv - An Atlas Boutique Hotel

Nein, hier ist nicht die Rede von einer mythischen Gestalt oder einem, der in’s Elend rutschte sondern von einem Traveller, der neugierig und weltoffen mit Freunden sämtliche Flecke dieser Erde bereist.

 

Diesmal haben wir für alle Beteiligten im Reisebüro Wahl eine Israel-Reise geplant. Israel? Viele sagen sofort: Um Gottes Willen! und winken ab. Aber in diesem geschichtsträchtigen Land geht es nicht nur um Gottes Sohn, obwohl dieser im Judentum u.a. das Volk Israel bezeichnet. Nein, wer Israel direkt kennen lernt, kann gar nicht anders, als sich für die Vielfalt und Schönheit des Landes und der Natur zu begeistern. Negative Stereotype, die man daheim so oft hört, lassen sich erst bewerten und in das eigene, rechte Licht rücken, wenn man das Land der Kibbuze und Kippas, der 14 Kreuzwegstationen auf dem Weg von Jesus Leiden, der al-Aqsa-Moschee und der Grabeskirche, der IT-Nation mit enger Verquickung zwischen Staat und Armee und der Juden mit ihrem babylonischen Sprachgewirr selbst erlebt hat.

 

Gestartet wurde in Berlin. Nun ja, nicht vom Superflughafen BER, aber dem Fliegerhimmel sei Dank: es gibt noch Tegel TXL! Germania & easyjet bieten einen preiswerten Direktflug an, der den Reisenden innerhalb von 4 Stunden nach Tel Aviv TLV beamt. In ein völlig anderes Lebensgefühl!

 

Unsere Traveller hatten bereits über das Reisebüro einen Mietwagen am Airport Tel Aviv „Ben Gurion“ reserviert. Mit diesem ging es zuerst in das Yam Hotel Tel Aviv - eine Atlas Boutique, welches sich in unmittelbarer Nähe der berühmten Hafenpromenade von Tel Aviv mit vielen Restaurants, Cafés und Geschäften befindet. Es spiegelt mit modernem Design den trendigen und lebendigen Lifestyle Tel Avivs 1:1 wider.

 

Unsere Reisenden posteten: „First day in Tel Aviv, nice city, friendly people”.

In Tel Aviv und Jaffa treffen sich Moderne und Geschichte. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass unsere Reisenden sich in dieser Mittelmeerstadt wie zuhause fühlten! Wer mit Einschränkungen oder einem mulmigen Gefühl im Reiseland Israel rechnet, wird in Tel Aviv enttäuscht. Er erlebt eine quir-lige Metropole mit einem Mix von Kulturen, orientalischen Basaren, Gerüchen, Graffitis und Kulinarik wie Shawarma – den arabischen Bruder des Döners - auf die Hand. Mit 300 Sonnentagen im Jahr sprühen die Einwohner Tel Avivs vor Vitalität und Lebensfreude und scheinen in Frieden miteinander zu leben. Und das, obwohl die Unruhen in den Nachbarstaaten tägliche Begleiter sind! Die Sicherheitskräfte sind sehr präsent, durchtrainiert, sehr konsequent gegenüber jeglichen Störern sowie bestens ausgerüstet  – bereit zum schnellen Eingreifen. Man hat eher das Gefühl von großer Sicherheit denn von persönlicher Bedrohung. Alle sind sehr freundlich und hilfsbereit.

 

14 Kilometer langer, weißer Strand säumt das 1909 gegründete Tel Aviv bis zur - bereits seit der Antike bestehenden - Hafenstadt Jaffa. Sie war ursprünglich ein Vorort, bis 1950 beide Städte zum heutigen Tel Aviv-Jaffa vereinigt worden.

Überall sieht man in der Metropole faszinierende Formen, Farben, Kunstwerke, exzentrische Details. Ob der Esel der Bremer Stadtmusikanten auf dem Dach, die farbigen Fassaden und Tore der alten Häuser wie auf Venedigs Spitzenmacherinsel Burano, der „flying lemon tree“ in seiner luftigen Höhe oder die vielen Märkte – die „neue Stadt in der alten“, wie Tel Aviv sinngemäß übersetzt heisst – bietet wie ein Schmetterling alles dar, was man mit den Sinnen erfassen kann!

Und an einem Mangel an Selbstironie leiden die vielen jungen Einwohner und Geschäftsinhaber auch nicht – wie man unschwer an der Aufforderung: „Bleib’ ruhig, der MOSSAD ist unterwegs!“ erkennen kann.

Russischsprachige Juden sind momentan die größte Minderheit in Israel. Durch Zuwanderung aus der früheren Sowjetunion ist ihr Anteil auf 20 Prozent der jüdischen Bevölkerung gestiegen.

Die Große Russische Alijah - erst ermöglicht durch den Zusammenbruch des Sowjetstaates - bescherte Israel fast eine Million Neu-bürger. An nahezu jeder Straßenecke des Landes wird heute neben Hebräisch, Englisch und Deutsch auch Russisch gesprochen. 

So auch auf dem Ha'carmel Market (Tel Aviv), wie unsere Reisenden feststellten.

Witzig finden die Israelis, dass ausgerechnet Deutsche nach Tel Aviv kommen um Bauhausarchitektur im Original zu bewundern. Er wurde bei der Errichtung der Stadt genutzt, weil er bei sparsamen Einsatz von Mitteln, gute Lebensqualität in den Häusern erzeugte. Der Bauhausstil am Boulevard Rothschild begeisterte unsere Reisenden. Kubistische, klare Linien, abgerundete Balkone und die Farbe weiss: in Tel Aviv finden sich unzählige Beispiele für den Bauhausstil, den jüdische Immigranten aus Deutschland mitbrachten. Walter Gropius, Mies van der Rohe, Le Corbusier - sie alle flohen vor dem Terror der Nazis ins damalige Palästina, wo sie sicher waren. Der Boulevard Rothschild mit seinen knorrigen Ficusbäumen führt quer durch das historische Viertel, welches als Weisse Stadt Tel Aviv seit 2003 Weltkulturerbe ist. Und nicht nur das sondern auch eine absolute Schatzkammer für den architektonisch interessierten Betrachter!

 

„Einmal selbst über den Jordan gehen, erledigt... – außergewöhnlich hier: Jordan Valley.“ postete einer der Reisenden über den Abstecher in das Tal des Flusses Jordan.

Der Jordan, sinngemäß übersetzt „der herabsteigende Fluss“, bildet in der jüdischen Mythologie die Grenze des Königreichs Israel zu den anderen „Völkern“, heute zum Großteil die Grenze zwischen Israel und Jordanien. Sein Überschreiten als Übergang aus der feindseligen Fremde in das Land der Verheißung, wird daher häufig als Allegorie für das Sterben verwendet. So auch in der deutschen Redensart „über den Jordan gehen“. Der Jordan ist die größte Süsswasserquelle in Israel, und speist den See Genezareth, aus dem nahezu das gesamte Land mit Wasser versorgt wird, bis in die Negev Wüste.

 

Unsere Reisenden besuchten auch Nazareth. Die Stadt ist sehr alt und wird von Juden und Christen (meist Araber) gemeinsam friedlich bewohnt. Sie gilt unter Christen als die Vaterstadt Jesu, denn hier sollen seine Eltern Maria und Josef gelebt haben. An der Stelle, wo nach der Überlieferung das Haus Marias stand und der Verkündigungsengel zu ihr kam, erhebt sich die 1969 geweihte römisch-katholische Verkündigungsbasilika. Sie trägt die Aufschrift Hic verbum caro factum est - „Hier ist das Wort Fleisch geworden“.

 

Nazareth besteht im Altstadtbereich vor allem aus kleinen Gassen mit einem arabischen Markt, auf dem sich das Zusammenleben der eigentlichen Kontrahenten deutlich widerspiegelt.

 

Die nächste Station der mobilen Wanderung durch Israel, seine Vergangenheit und Gegenwart, war der See Genezareth - the Sea of Galilee, wie er auch genannt wird. Er liegt 212 m unter dem Meeresspiegel, im Oberen Jordangraben und ist der tiefstgelegenste Süsswassersee der Welt. Er rief in unseren Reisenden nur ein einziges, erstes Gefühl hervor: „Strange...!“.

Eine volkstümliche Erklärung des Namens behauptet, dass der hebräische Name Jam Kinneret „Harfenmeer“ bedeute (von kinnor, Harfe), nach der Form, die an eine Harfe erinnert. Tatsächlich leitet sich der Name von der wichtigsten bronzezeitlichen Stadt vom Ufer des Sees ab, der im Nordwesten gelegenen und ausgiebig dokumentierten Stadt Kinneret.

 

Am dritten Tag der Reise verließen unsere Traveller das Yam-Hotel in Tel Aviv und fuhren weiter nach Jerusalem. Das neue Domizil, das Bezalel-Hotel in Jerusalem, rief eine wahre Flut von Emotionen hervor. Sie posteten: „...das Bezalel ist nicht nur ein Hotel… Du fühlst Dich hier zuhause wie irgendwo zwischen Deinem Wohnzimmer und Deiner Küche, an einem guten Platz um zu essen, zu trinken und mit Freunden zu reden ...“.

 

Die Gastfreundschaft der Israelis ist hier bemerkenswert, die vegane Küche Weltklasse, auch Fisch und Fleisch kommen nicht zu kurz.

 

Das moderne Hotel liegt im Herzen der Stadt, in der Nähe der historischen Bezalel Akademie und nur einige Schritte vom berühmten Mahane Yehuda Markt entfernt. Ein idealer Ausgangsort um Alt- und Neu-Jerusalem zu Fuß zu erkunden.

 

In Jerusalem begegnen sich viele Kulturen der Antike und Moderne. Die Altstadt ist in das armenisch-christliche, muslimische, jüdische, allg. christliche Viertel gegliedert und von einer Mauer umgeben.

 

Der politische Status der Stadt ist international umstritten und Teil des Nahostkonflikts. Eigentlich ein UN Mandatsgebiet, wurde 1967 Israel im 6-Tage-Krieg von Jordanien und Ägypten angegriffen, und besetzte die Stadt und die Westbank. Jerusalem wurde von Israel, dass das gesamte Stadtgebiet und die Außengrenzen der Westbank kontrolliert, als seine Hauptstadt deklariert. Die PLO beansprucht Ost-Jerusalem als die Hauptstadt der Westbank und verwaltet die Stadt wie auch die Westbank in Eigenverantwortung. Die Westbank (das Gebiet westlich des Jordans bis hin nach Ost-Jerusalem) wurde von Jordanien an die Palästinenser nach dem Krieg abgetreten.

 

Das Lebensgefühl gleicht dem der Mittelmeerländer – nur die arabisch-orientalische Komponente und der strenge Glauben eines kleineren Teils der Bevölkerung unterscheiden die Stadt davon. Die meisten Israelis geniessen das Leben in einem demokratischen, säkularen Staat mit garantierter Freiheit in der privaten Glaubensausübung. Auch die meisten Juden sind wenig religiös aber leben ihre über Jahrhunderte gewachsene Kultur, ähnlich wie wir das von Christen in Europa kennen.

 

Wer nach Jerusalem kommt und – auch wenn er selbst keiner Glaubensrichtung angehört – die Grabeskirche nicht gesehen hat, dem ist eindeutig kein Licht aufgegangen! Sie wurde an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu errichtet und zählt zu den größten Heiligtümern des Christentums.

Wikipedia führt über die verwirrenden Besitz- und Nutzungsverhältnisse der Kirche, die von verschie-denen christlichen Konfessionen beansprucht wird, Folgendes aus: „Nicht nur der Besitz in der Kirche ist genau geregelt, sondern auch, wer wann wo wie lange beten darf. So muss zum Beispiel das Grab für die tägliche Prozession der Franziskaner von den Orthodoxen frei gemacht werden. Besonders kritisch wird die Situation immer zu Ostern, wenn alle Kirchen das Hochfest der Auferstehung feiern. Da die Katholiken selten am Termin der Ostkirche feiern, kommt es da vor allem zum Konflikt unter den Orthodoxen. So kommt es gelegentlich zu Handgreiflichkeiten zwischen Mönchen wegen der nicht eingehaltenen Gebetsordnung. Auch während der Sperrzeiten in der Nacht bleiben Mönche aller Konfessionen in der Kirche. Es gelten wegen der unumstößlichen Zeiteinteilung auch keine Sommerzeitregelungen. Im Sommer ist daher eine entsprechende Zeitverschiebung zu berücksichtigen... Wegen der Streitigkeiten verwahrt die muslimische Familie Joudeh seit mehreren Jahr-hunderten die Schlüssel der Kirche und die ebenfalls muslimische Familie Nusseibeh schließt die Haupttür morgens auf und abends wieder zu. Außerdem traten die Familienmitglieder oft als Schlichter auf. Die Joudehs und Nusseibehs werden mindestens seit der Zeit Saladins mit der Kirche in Verbindung gebracht.“

Weiter ging der Spaziergang zum größten und eindrucksvollsten Tor von Jerusalem, dem Damascus-Tor, welches die Grenze zwischen arabischem und christlichem Viertel bildet. Der Weg durch dieses Tor - auch Sha’ar Shechem genannt - führt weiter zur Klagemauer, zur Grabeskirche, zur Via Dolorosa, dem österreichischen Hospiz und in den Shuk (Markt) hinein. Viele arabische Händler passieren frühmorgens dieses Tor, ebenso wie die Menschen, die sich Freitags zum Gebet in Richtung Al-Aqsa-Moschee bewegen. Könnten Steine reden, würden sie von Kaiser Hadrian, von dem osmanischen Herrscher Süleyman dem Prächtigen, und den Anschlägen mit Todesopfern vor einigen Jahren berichten.

 

Die Märkte Jerusalems sind bunt und vielfältig. Man kann probieren, sich umsehen oder sich in eines der vielen Cafes setzen, um dem Treiben zuzusehen. Der Machane Yehuda Markt zum Beispiel bietet frisches Obst, Gewürze, Oliven, süße Halva-Blöcke und alles, was das Herz begehrt.

Der Muristan-Markt wurde 1905 im Barock-Stil erbaut, der Suq el Lahamin – die „Straße der Metzger“ kann in dem von Kreuzfah-reren errichteten, ältesten Teil Jerusalems besucht werden. Am "Suq el Attarin" - dem Gewürzmarkt - und am letzten der drei historischen Märkte, dem "Suq el Khawalat", vorbei gelangt man zu eisernen Stufen, die zum Dach des Marktes führen.

 

Zwei Tage vor Rückreise fuhren unsere Reisenden mit dem Mietwagen an das Tote Meer, zur wasserreichen Oase Ein Gedi im Norden der Negev-Wüste.    

Sie verliessen Jerusalem und folgten der Straße in die Aravasenke, auf deren linker Seite die umwer-fenden Kulturstätten Qumran und Jericho zu sehen sind. Nach etwa 25 Minuten Fahrt erreichten Sie das, mit einem Schild markierte Niveau des Meeresspiegels, der aktuell bereits auf 430 m unter Meeresspiegel gesunken ist. Das Gefühl ist gespenstisch, wenn man beginnt sich vorzustellen, dass über sich normalerweise eine mehrere hundert Meter starke Wasserschicht schweben müsste.

 

Gespeist wird das Tote Meer hauptsächlich durch den Jordan. Die Zuflussmenge entspricht norma-lerweise der Verdunstungsmenge; so gibt es auch keinen Abfluss. In den letzten zehn Jahren sank der Wasserspiegel jedoch um rund 12 Meter – eine Folge der stark erhöhten Wasserentnahme entlang des Jordans für die vielen landwirtschaftlichen „Zapfstellen“ und die Trinkwasserversorgung.

 

Unsere Reisenden folgten den für ihre abschüssige, kurvenreiche Art bekannten, berühmt-berüchtigten Strassen und fuhren durch die völlig trockene, rostbraune Landschaft.

 

Am Toten Meer ankommen, sind Beduinenzelte und Geschäfte zu sehen, in denen Töpferwaren und Souvenirs verkauft werden. Eine der wenigen Tankstellen der Region, in denen man nur mit israelischen Kreditkarten oder Bargeld zahlen kann, zeigt sich nach dem nächsten Rechtsschwenk. Machen Sie hier also das Beste aus der Gelegenheit, Ihren Tank aufzufüllen, die Beine auszustrecken und sich mit ein paar Snacks zu versorgen.

 

Auf der weiteren Fahrt Fahrt nach Süden sahen unsere Reisenden diverse Strände des Toten Meeres, gefolgt von Ein Gedi, einem Kibbuz (eine ländliche Kollektivsiedlung), in dem heute Gäste aus aller Welt urlauben oder kuren und die heilenden Kräfte der trockenen Luft und des sehr salzigen Wassers des toten Meeres nutzen. 

Gebucht war das Hotel Ein Gedi, im Kibbuz Ein Gedi, in der pflanzen- und wasserreichen Oase Ein Gedi. Das Kibbuz-Hotel liegt wunderschön inmitten einer Wüstenoase am Toten Meer. Am Rande der jüdäischen Wüste hat man einen atemberaubenden Blick auf die Berge von Moab und das "Nahal Arugot"-Tal. Trockenes Wüstenklima, sauerstoffreiche Luft, heiße Mineralquellen und die Heilkraft des Toten Meeres machen die Oase Ein Gedi zum idealen Ort für einen Wellnessurlaub. Die Entfernung zum Flughafen Tel Aviv: ca. 130 km.

 

Das Hotel ist berühmt für seinen botanischen Garten mit Palmen, Wüstenpflanzen und exotischen Bäumen. Neben einem Swimmingpool bietet das Hotel ein Restaurant, die "Baobar", ein kleines Geschäft und kostenlosen WiFi-Internetzugang im gesamten Hotel. Für die kleinen Gäste gibt es einen kleinen Zoo. Der Pool hat eine geniale Lage auf einem Hochplateu mit Blick in die Berge und über das tote Meer, daneben liegt ein Spa für die Kurgäste.

Das Hotel betreibt ein weiteres Spa mit Innen- und Aussen- Pools direkt am toten Meer, mit der Möglichkeit im Meer baden zu gehen sowie den Schlamm für Heilbehandlungen zu nutzen. Viele Menschen mit Hautkrankheiten schwören auf die heilenden Kräft der Luft , des Schlamms und der Salzwassers.

Der Auftrieb beim Baden im Meer ist ungewohnt hoch. Unsere Reisenden spielten das alte Kinderspiel „Toter Mann“ im Toten Meer. Sie lachten und erzählten, dass man sich vorkommt wie eine aufgeblasene Luftma-tratze: ein Drittel des Körpers wird aus dem Wasser gedrückt, da dieses aufgrund seines maximalen Salzgehalts sehr schwer ist. Man kann sich also einfach ins Meer legen und Zeitung lesen. Für die meisten wird das Baden nach mehr als 15 Minuten aber unangenehm. Das Salz „kriecht“ in alle Wunden und Poren der Haut (und trinken oder schlucken sollte man es gar nicht!). Süsswasserduschen bieten Abhilfe.

Eine kleine Strandidylle lud zum Verweilen und zu einem Sonnenbad ein.

 

Ein Tipp für einen Ausflug in der Nähe, je nach Belieben verbunden mit einer Wanderung von ein bis vier oder Seilbahnfahrten: die ehemalige jüdische Festung Masada (hebräisch Mezadá „Festung“) befindet sich in Israel am Südwestende des Toten Meeres. Sie ist heute Teil eines nach ihr benannten israelischen Nationalparks. Das archäologische Ausgrabungsgelände Masada wurde 2001 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Dort verschanzten sich die Juden vor den römischen Eroberern und mussten nach langer Belagerung aufgeben. Daher hat dieser Platz eine hohe symbo-lische Bedeutung in Israel. 

„#BockAufWadi – ein Ausflug in’s Wadi zum einheimischen Steinbock, dessen Familienmitglieder auch in den Alpen zu finden sind.“

 

Das spektakuläre En Gedi Naturreservat westlich des Toten Meeres ist mit zwei reizvollen Wadis besonders attraktiv. Sie sind das ganze Jahr begehbar und liegen nicht weit entfernt voneinander: Wadi David im nördlichen Bereich und Wadi Arugot südlich davon.

 

Das Gebiet um die Oase En Gedi lädt zum Wandern ein. Israelis, besonders die Jüngeren wissen das und kommen in Scharen in die Region, obwohl sie etwas abseits liegt. Daher sollte man unbedingt - zumindest im Wadi David – die Frühstunden nutzen, denn ab vormittag wird es voll wie auf einem der Boulevards Tel Avivs.

Ha Darom, eine von arbeitenden Zionisten in der zweiten Phase der Auswanderung gegründete land-wirtschafte Kooperative - genannt Moshav – war ein weiteres der Ausflugsziele unserer Reisenden. Die ersten Siedler der Kooperative kamen aus dem Irak und lebten in Flüchtlingscamps, bis die Infra-struktur des 1948 entvölkerten Gebietes wieder hergestellt war. 2016 lebten hier 577 Menschen, die in den nahen Städten arbeiten und auch im landwirtschaftlichen Bereich, in den Hühner- und Kuhfarmen sowie auf den Avocado- und Obstbaumplantagen.

 

Leider war die Zeit unserer Reisenden mit 7 Tagen begrenzt und wurde dadurch noch verkürzt, dass esasyjet ohne Mitteilung den Rückflug nach Berlin-Tegel cancelte. Somit wurde Ein Gedi fluchtartig Mitternacht verlassen, um einen alternativen Flug mit Germania sehr zeitig zu erreichen. Dabei wurde deutlich, dass die Tankstellen nachts in diesem Gebiet sehr, sehr rar sind und auch deutsche Kreditkarten zum Bezahlen nicht funktionieren! Aber man regelte alles passabel und landete glücklich mit allen Erfahrungen, Erlebnissen und Erinnerungen im Gepäck wieder in Deutschland.

 

Tudah, Israel! Lehitraut! (Danke, Israel! Auf Wiedersehen!)

 

Svenja Maas

-Reisebüro Wahl GmbH Wurzen-

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